#14 Ein anderes Leben

26. März 2010 at 09:35 (Kurzgeschichten, Kurzgeschichten - nachdenklich, Kurzgeschichten - Verschiedenes) (, , , , , )

Ich lebte wohl den Traum eines jeden Kindes. Ich wurde in einem Haus voller Spielzeug groß, in einer Familie, in der mir jeder Wunsch erfüllt wurde. Ich war verwöhnt – und das, obwohl wir nicht einmal ansatzweise wohlhabend waren. Meine Eltern mussten hart arbeiten, um unseren Lebensstil finanzieren zu können. Aber sie taten es, damit ich alles hatte, was mein Herz begehrte.
Doch sie verwöhnten mich nicht nur mit materiellen Dingen, sondern auch emotional. Sie gaben mir das Gefühl, das vollkommenste Wesen auf der ganzen Erde zu sein und schenkten mir so viel Liebe, dass man es gar nicht in Worte fassen konnte. Welches Kind träumte nicht von so einem Leben?

In der Schule fiel mir im Umgang mit den anderen Kindern zum ersten Mal auf, dass das Verhalten meiner Eltern nicht gang und gäbe war. Meine Freunde bekamen nicht alles, worauf sie nur mit dem Finger zeigten und zwischendurch, wenn sie Unsinn machten, waren ihre Eltern böse auf sie und schimpften mit ihnen. Ich wurde skeptisch. Die Kinder, die mit großen Augen staunend mein Königreich besuchten und verwundert zusahen, wie liebevoll meine Eltern ständig mit mir umgingen, waren eindeutig in der Überzahl. Ich war hier der Freak.

In der Pubertät begann ich, meine Eltern auszufragen. Das Einzige, das ich aus meiner Mutter herauskitzeln konnte, war der lapidare Satz, dass man sein Kind eben anders liebt, wenn man sich wirklich bewusst dazu entscheidet, eines in die Welt zu setzen. Ich zweifelte. Sie konnte doch nicht annehmen, dass all die anderen Elternpaare ihre Kinder unüberlegt gezeugt hatten? Ich war mit der Erklärung meiner Mutter unzufrieden.
Sie bemerkte mein Unverständnis und wollte natürlich, dass ich glücklich war. Also rechnete sie mir vor, wie lang sie und mein Vater nun schon zusammen waren – ihre Beziehung dauerte an, seit sie vierzehn und mein Vater sechzehn war. Ich gab mich damit vorerst zufrieden. Ich hatte Einiges zu überdenken. Sie hatte noch hinzugefügt, dass man in so einer langen Zeit eine ganz andere Vorstellung von Liebe entwickelte. Vielleicht hatte sie Recht.

Eines Abends, Monate später, waren Freunde meiner Eltern zu Gast. Ich zog mich irgendwann zurück, um mit einem Freund zu telefonieren. Da er nicht abhob, setzte ich mich auf die oberste Treppenstufe und lauschte ein wenig den Stimmen im Wohnzimmer, die deutlich zu mir herauf klangen.
Die Freundin meiner Eltern war schwanger. Sie erzählte gerade etwas über morgendliche Übelkeit – wie langweilig. Ich wollte schon meinen eigenen Gedanken nachhängen, als die Stimme meiner Mutter antwortete, das sei bei ihren ersten beiden Schwangerschaften auch ganz schlimm gewesen. Ich stutzte. Ich hatte keine Geschwister. Plötzlich fiel es mir wie Schuppen von den Augen: Meine Mutter hatte ihre ersten beiden Babies verloren! Deswegen liebten mich meine Eltern so abgöttisch. Ich war das lang ersehnte Wunschkind…

Die Freundin meiner Mutter war anscheinend ebenso überrascht wie ich. Sie fragte mit mitleidiger Stimme, was denn passiert sei. Ich spürte förmlich, wie meine Mutter zögerte. Sollte sie ihre traurige Lebensgeschichte vor den Gästen ausbreiten?
„Wir waren sehr jung, Richard und ich“, begann sie, „ich war fünfzehn, als ich schwanger wurde… So jung…“ Niemand sagte etwas. „Ihr müsst verstehen, wir waren selbst noch Kinder, nicht alt genug, um ein eigenes Baby großzuziehen… Und wir waren danach so vorsichtig, das könnt ihr mir glauben, aber als ich siebzehn war, ist es wieder passiert… Wir sind nicht stolz darauf, aber wir hätten dem Kind kein richtiges Leben bieten können…“

Ich schluckte schwer. Es tat weh, aus meiner Friede-Freude-Eierkuchen-Welt herausgerissen zu werden. Aber vor allem tat es weh, nicht zu wissen, wie viel von der grenzenlosen Liebe meiner Eltern eigentlich da war, um ihre brennenden Schuldgefühle zu besänftigen.

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#13 Schnurre

20. März 2010 at 17:13 (Kurzgeschichten, Kurzgeschichten - Verschiedenes) (, , , , )

Schnurre trat ebenso plötzlich in unser Leben, wie sie wieder daraus verschwand. Sie saß einen ganzen Tag und eine ganze Nacht auf dem Fensterbrett und starrte mit großen grünen Augen in unsere Küche. Das Schälchen Milch, das wir ihr hinausstellten, rührte sie nicht an. Sie blieb einfach ganz still sitzen, die samtigen Pfoten ordentlich nebeneinander gestellt und verfolgte akribisch all unsere Bewegungen. Das Einzige, das sich außer ihren Augen bewegte, waren die Ohren, die sich ständig nach den verschiedenen Geräuschen richteten und der leicht zuckende Schweif.

Es war schon ein wenig unheimlich, wie die orange-rote Tigerkatze so regungslos auf unserem Fensterbrett saß und uns anstarrte. Nach einem Tag hatten wir die Prüfung bestanden: Sie neigte das Köpfchen und leckte das Milchschälchen leer, das wir ihr morgens frisch hingestellt hatten. Sie hatte unser gemeinsames Frühstück als Zeitpunkt für ihre Freundschaftserklärung gewählt, so dass es auch keinem Familienmitglied entgehen konnte.
Ich öffnete das Fenster und streckte freudig die Hand nach Schnurre aus, um ihr glänzendes Fell zu streicheln. Doch sie war zu solchen Annäherungen noch nicht bereit und sprang graziös vom Fensterbrett, um in schnellem Lauf und mit erhobenem Schweif Reißaus zu nehmen.
Einige bange Stunden vergingen, bevor sie es sich wieder auf dem Fensterbrett gemütlich machte. Vorsichtig stellte ich ihr als versöhnliche Geste ein neues Schüsselchen mit Milch hin. Ihre raue Zunge leckte einmal kurz über meinen Handrücken, als ich meine Hand von dem Schälchen zurückzog, so als ob sie meine Entschuldigung annehmen würde.

Drei weitere Tage vergingen so, bis ich einen neuerlichen Annäherungsversuch wagte. Diesmal ließ sie es zu, dass ich sie berührte – mehr sogar, sie schnurrte so laut, dass wir nicht anders konnten, als sie auf den Namen „Schnurre“ zu taufen. Fortan war unser Haus auch ihr Reich und auf leisen Pfoten durchquerte sie Zimmer für Zimmer, ehe sie ihren Schlafplatz in der kleinen Hängematte in meinem Kinderzimmer, wo die Stofftiere ihr Zuhause hatten, wählte.
Schnurre war eine angenehme Zimmergenossin. Das laute Brummen, das aus ihrer Brust drang, beruhigte mich und wirkte besser als Schäfchen zählen und sobald ich eingeschlafen war, verließ sie leise das Zimmer durch die stets offene Tür und ging ihren Nachtaktivitäten nach.

Umso ungewöhnlicher war es, als Schnurre einige Wochen später mitten in der mondlosen Nacht auf mein Bett sprang. Sie stolzierte eilig auf meinem müden Körper auf und ab, lief und kratzte an der ohnehin offenen Tür und stupste mich schließlich mit der Nase, als ich immer noch nicht aufwachen wollte.
Ich ignorierte sie und versuchte sie vom Bett zu schubsen, ich wollte meinen schönen Traum noch nicht verlassen. Doch sie ließ nicht locker und maunzte mir in dringlichem Tonfall ins Ohr.
Missmutig öffnete ich die Augen und starrte Schnurre feindselig an. Das konnte sie nicht beeindrucken. Sie sprang vom Bett und wartete an der Tür, von wo aus sie mir einen trotz der Dunkelheit erkennbaren bedeutungsvollen Blick zuwarf. Wieder maunzte sie, in einem eindeutigen Befehlston.
Seufzend tastete ich mit nackten Füßen nach meinen Schlapfen. Ich rümpfte die Nase – irgendetwas roch hier komisch. Als ich Schnurre ins Stiegenhaus folgte, schlug mir Rauch entgegen.

Als die Feuerwehr uns im letzten Moment aus dem brennenden Haus befreite, war Schnurre noch bei uns. Als wir aber einige Minuten später ins Auto steigen wollten, um zu Verwandten zu fahren, wo wir uns einquartieren konnten, war Schnurre verschwunden. So lange wir auch riefen und suchten, nirgends konnten wir die rot-orange Tigerkatze finden.
Wir sahen Schnurre nie wieder, wir hatten nie die Gelegenheit, uns bei ihr zu bedanken. Sie muss wohl weitergezogen sein, um eine andere Familie vor dem sicheren Tod zu bewahren.

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#12 Draußen

12. März 2010 at 18:32 (Kurzgeschichten, Kurzgeschichten - nachdenklich, Kurzgeschichten - Verschiedenes) (, , , , , )

Er hob die Nase ein wenig an und schnupperte. Er sog die Frühlingsluft in sich auf. Es war ungewohnt, die Vögel so nahe zwitschern zu hören, die Sonne so warm auf der Haut zu spüren. Er hatte nach diesem jahrelangen Winter vergessen, wie sich der Frühling anfühlte.
Er war ein freier Mann, er konnte tun und lassen, was er wollte. Natürlich nichts, das gegen die Bewährungsauflagen verstieß. Aber er konnte Freunde besuchen, einen Kaffee trinken gehen, Bungee-jumpen, wenn er die Lust dazu verspürte.

Er stand noch eine ganze Weile regungslos in der Sonne, vor den Gefängnistoren, hinter denen jahrelang sein Zuhause gewesen war. Die Gedanken rasten in seinem Kopf, jagten einander in unglaublichem Tempo.
Wie es den Jungs wohl ging? Sie waren alle später als er in Haft gekommen, sie würden noch ein paar Jahre absitzen müssen. Ob er sie wohl einmal besuchen gehen könnte?
Und wo würde Rita jetzt wohnen? Würde sie ihn nach all der Zeit sehen wollen? Hatte sie ihm verziehen? Vermutlich nicht, immerhin hatte er die Person getötet, die sie noch mehr geliebt hatte, als ihn selbst.

Er klimperte mit dem Schlüssel, den man ihm gegeben hatte. Eine Sozialwohnung am Stadtrand, die ihm die Reintegration in die Gesellschaft erleichtern sollte. Helfen sollte, wieder auf eigenen Beinen zu stehen. Ebenso wie der Job in einer Autowerkstatt, den man ihm beschafft hatte. Eine Ablenkungstherapie, damit er nicht wieder rückfällig wurde und auf dumme Gedanken kam, so wie damals, als er arbeitslos, verlassen, allein und verzweifelt gewesen war.

Langsam setzte er sich in Bewegung, stieg in einen überfüllten Bus, kaufte eine Fahrkarte. Alltägliche Handlungen, die ihm so seltsam fremd erschienen, ungewohnt und ungeübt. Er sackte hilflos in einem Sitz zusammen. Die schwankenden Menschenkörper, die immer wieder an ihm streiften, unabsichtlich seine Haut, seine Kleidung und seine Tasche berührten, waren ihm unangenehm. Er war diese körperliche Nähe nicht mehr gewohnt, er fühlte sich bedrängt, schloss die Augen und zog sich gedanklich in den hintersten Winkel seines Kopfes zurück, wo er sich von dieser verwirrenden Welt abkapseln konnte.

Die Wohnung war spärlich eingerichtet, in einer grauen Wohnsiedlung, die wohl schon aus den Fünfzigern stammen musste. Er schnupperte wieder. Es roch nach Staub und Mottenkugeln. Hier hatte wohl länger niemand mehr gewohnt.
Er ging zum Telefon, das in der Diele auf einem kleinen Tischchen stand und hielt seine Hand lange Zeit unentschlossen über dem schwarzen Hörer. Schließlich ergriff er ihn und lauschte minutenlang dem monotonen „tuuut“ des Freizeichens. Mit zittrigen Fingern wählte er die einzige Nummer, die er noch auswendig wusste. Eine Tonbandstimme teilte ihm mit, dass es unter dieser Nummer keinen Anschluss gab.
Was tat er eigentlich hier? Was war das für ein Leben? Es würde ja doch nie wieder so werden, wie früher. Er spürte, dass auf seinem ganzen Körper mit tausend heißen Eisen „Mörder“ eingebrannt stand. Jeder musste das doch sehen. Und Rita würde ihm nicht vergeben. Sie hatte ja sogar ihre Nummer geändert.

Er hatte es in Filmen gesehen, er wusste, wie man es machte. Ob das Leder seines Gürtels stark genug sein würde? Würde es sein Gewicht so lange halten, bis er erstickt war, sein Herz aufgehört hatte, zu schlagen? Er war sich nicht sicher, doch er würde es probieren, er stieß den wackeligen Schemel unter sich weg und spürte mit Genugtuung, wie seine Kehle zugeschnürt wurde und er keine Luft mehr bekam.

Er hatte sich nie Gedanken über ein Leben nach dem Tod gemacht. Wozu auch, sein Platz wäre sowieso nicht im Himmel gewesen. Wenn man starb, sah man die Menschen wieder, die man liebte. Aber er hatte nicht gedacht, dass diese altern würden. Er musterte das Gesicht, das besorgt auf ihn herabsah. Es war so vertraut, aber doch so anders. Älter, reifer und irgendwie bedrückter als früher. Er konnte seinen Augen nicht trauen.
„Rita?“

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#11 Versäumte Gelegenheiten

5. März 2010 at 17:15 (Kurzgeschichten, Kurzgeschichten - Liebe, Kurzgeschichten - nachdenklich, Kurzgeschichten - traurig) (, , , , , )

Ich schrieb meinen ersten Liebesbrief im zarten Alter von neun Jahren. An Lilly, vielleicht nicht das hübscheste, aber das eleganteste, anmutigste Mädchen, das ich kannte. Ich wusste nicht, ob es der Ballettunterricht oder die Reitstunden waren, die ihre Grazie verursachten. Möglicherweise lag es aber auch einfach in ihrer Natur.
Obwohl ich mit meinen neun Jahren nicht viel von der Liebe verstand, war ich mir sicher: Ich wollte mit ihr zusammen sein.

 Mit vierzehn tat es mir plötzlich Leid, dass ich über Simons Liebesgeständnis gelacht hatte, vor fünf Jahren. Erst jetzt, viel zu spät, merkte ich, dass er anders war, als die anderen Jungen in seinem Alter. Nicht so kindisch und unreif, irgendwie erwachsener und nachdenklicher. Er war einer der wenigen, die es schafften, normal mit Mädchen zu reden. Er fand keinen Spaß daran, uns zu ärgern und aufzuziehen oder seinen Mut und seine Stärke vor uns zu beweisen. Er schien die Pubertät übersprungen zu haben. Mit Erstaunen stellte ich fest, dass es mir einen Stich gab, wenn er mit anderen Mädchen redete und dass mein Herz schneller schlug, wenn er mit mir ein paar Worte wechselte. 

Mit vierzehn hatte ich meine erste Freundin. Sie war um zwei Jahre älter als ich – mit den Mädchen in meinem Alter konnte ich nicht viel anfangen. Wenn ich versuchte, normal mit ihnen zu reden, wurden sie rot, begannen zu stottern oder kicherten ununterbrochen. Ich verbrachte drei tolle Jahre mit Sarah. Bis sie sich dazu entschloss, ein Jahr im Ausland zu studieren. Wir entschieden uns, uns für diese Zeit zu trennen, unsere Beziehung erst wieder aufzunehmen, wenn sie zurück war.

Das letzte Schuljahr war viel zu schnell gekommen. Und ich wusste, dass es vielleicht meine letzte Chance war, Fehler in meiner Vergangenheit auszumerzen. Nach dem Abschluss würden wir uns vielleicht aus den Augen verlieren. Trotz meines Beschlusses fand ich erst am letzten Schultag den Mut, mit Simon zu reden und ein Treffen für den Sommer zu vereinbaren.

Als wir uns in einer lauen Sommernacht zum ersten Mal küssten, wusste ich wieder, warum ich mich schon mit neun Jahren in sie verliebt hatte. Jedoch hätte unser Timing nicht schlechter sein können – Sarahs begeisterte Erzählungen von ihren Erlebnissen in Amerika hatten mich neugierig gemacht. Also verließ ich einen Tag später meine Heimat, und Lilly, um selbst Erfahrungen in der großen weiten Welt zu sammeln. 

Es war hart, ihn gehen zu lassen, aber ich wusste tief in meinem Herzen, dass er zu mir zurückkommen würde. Was ich jedoch nicht erwartet hatte, war, dass ich mich während seiner Abwesenheit aus lauter Traurigkeit mit einem anderen Mann ablenken würde. Und nicht einmal im Traum hätte ich gedacht, dass ich schwanger werden würde, von einem anderen Mann als Simon. Eine einzige gedankenlose Nacht… 

Ich kam voller Hoffnung von meiner Reise zurück – Hoffnung, dass ich mein Leben zuhause von dort weiterleben könnte, wo es geendet hatte. Der Brief, der auf mich wartete, zerschlug diese Illusion. Lilly lebte jetzt mit dem Vater ihres ungeborenen Kindes zusammen. Enttäuscht stürzte ich mich in die Bemühungen, meine Beziehung mit Sarah wieder aufzuwärmen, während mein Herz lautstark protestierte. 

Ich sah ihn nur ein einziges Mal wieder, in der U-Bahn. Er war in ein Buch vertieft, die drängenden Menschenmassen um ihn herum schienen seine Konzentration nicht zu stören. Ich zögerte, doch dann versuchte ich, mich durch die eng zusammengepressten Körper zu quetschen, die quengelnden Kinder an meiner Hand. Als ich erneut zu ihm hinsah, war er schon bei der Tür und stieg aus. Er hatte mich nicht gesehen oder wollte mich nicht sehen. 

Ich sah sie nur ein einziges Mal wieder, im Park. Das junge Gesicht, das ich in Erinnerung hatte, war um so viel gealtert, in all den Jahren, dass ich mir zuerst nicht sicher war. Doch die Grazie, mit der sie sich auch jetzt noch bewegte, ließ keinen Zweifel zu. Als Zaungast sah ich eine Weile dabei zu, wie sie mit den vergnügten Enkelkindern spielte. Ich betrachtete für einen Augenblick ihr Leben, in dem ich keine Rolle mehr spielte, bevor ich mich umdrehte und den Weg zurückging, den ich gekommen war.

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