Weihnachtsmärchen: Teil 24

24. Dezember 2013 at 05:50 (Weihnachtsmärchen) (, , , , )

Beim folgenden Text handelt es sich um eine Fortsetzungsgeschichte. Daher bitte bei Teil 1 zu lesen beginnen.

Er rieb sich die Augen und kniff sich in die zarten Ärmchen, doch egal was er tat, Boris verschwand nicht von der Türschwelle – er war nicht eingebildet. Erst als er sich dessen versichert hatte, fiel er Boris um den Hals und konnte nicht mehr aufhören zu lachen, was dessen Eltern erfreut aus ein paar Schritten Entfernung betrachteten.
„Boris hatte recht, Igor kann wirklich fröhlich sein, wenn er nur einen Grund dazu hat“, hörte Igor Boris‘ Mutter flüstern. „Ich wollte schon immer zwei Söhne haben“, flüsterte der Vater zurück und zwinkerte dem erneut erstarrten Igor verschmitzt zu.

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Weihnachtsmärchen: Teil 23

23. Dezember 2013 at 05:49 (Weihnachtsmärchen) (, , , , , )

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Im Päckchen war ein Buch mit viel Schrift, die Igor noch nicht lesen konnte, aber auch mit vielen Bildern. Sofort erkannte er, dass es ein Buch über russische Prinzen war. Und plötzlich war der Wandel vollzogen: Er hüpfte quer durchs Zimmer und jubilierte, drückte das Buch fest an seine Brust und platzte fast vor Freude. Bis es an der Tür klingelte. Igor erstarrte. Und dann rannte er zur Tür und riss sie auf.

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Weihnachtsmärchen: Teil 22

22. Dezember 2013 at 06:26 (Weihnachtsmärchen) (, , , , , )

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Am Morgen des Heiligen Abends hatte Igors Hadern mit dem Schicksal ein Ende. Eine der Betreuerinnen hatte morgens ein Päckchen vor der Haustür gefunden. Ein Päckchen, auf dem in feinen Lettern „Igor“ geschrieben stand. Und darunter: „Sofort öffnen“. Igor staunte nicht schlecht, als er zum ersten Mal in seinem Leben ein richtiges Weihnachtspaket aufreißen durfte.

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Weihnachtsmärchen: Teil 21

21. Dezember 2013 at 06:24 (Weihnachtsmärchen) (, , , , )

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Nun, da Weihnachten schon fast vor der Tür stand, war Igors Leid besonders groß. All die glücklichen Kinder draußen erinnerten ihn an Boris, der jetzt ein besseres Leben führte und seinen alten Freund und Vertrauten, Igor, darüber ganz vergessen hatte. Wie hatte er nur den großen Fehler machen können, sich überhaupt auf diese Freundschaft einzulassen? Er hätte doch wissen müssen, dass diese ihm auf lange Sicht nur Enttäuschung bringen würde.

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Weihnachtsmärchen: Teil 20

20. Dezember 2013 at 06:23 (Weihnachtsmärchen) (, , )

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Wenn die Betreuerinnen Igor nicht schon seit drei Jahren gekannt hätten, hätten sie ihn vermutlich in eine Anstalt gebracht, in der seine Antriebslosigkeit nicht geduldet worden wäre. Doch sie wussten, dass sein zarter Charakter daran zerbrechen würde. Und so ließen sie ihm die Sonderbehandlung gerne zukommen, auch wenn sie keine Hoffnung hatten, dass er jemals wieder fröhlicher werden könnte.

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Weihnachtsmärchen: Teil 19

19. Dezember 2013 at 06:22 (Weihnachtsmärchen) (, , )

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Nach zwei Monaten war er soweit, dass er morgens nicht mehr von selbst aufstand. Die Betreuerin musste ihn aus dem Bett heben und anziehen, zum Essen zwingen und ihm abends die Zähne putzen und ihn wieder ins Bett bringen. Wenn Leute kamen, die jemanden adoptieren wollten, zog er sich in den Schlafraum zurück und war nicht dazu zu bewegen, sich bei den Interessenten vorzustellen.

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Weihnachtsmärchen: Teil 18

18. Dezember 2013 at 06:20 (Weihnachtsmärchen) (, , )

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Der August brach an und der September zog vorüber, der Oktober brachte den ersten Schneefall und der November ließ die Fensterscheiben im Wind klirren. Nun war der Dezember bereits halb vorüber – und kein Lebenszeichen von Boris. Mit jedem Tag, an dem es nicht an der schweren Eingangstüre klopfte und ein dunkelhaariger, für sein Alter groß gewachsener, fröhlicher Junge hereinmarschierte, wurde Igor trauriger.

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Weihnachtsmärchen: Teil 17

17. Dezember 2013 at 06:19 (Weihnachtsmärchen) (, , , )

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Als klar war, dass Boris neue Eltern gefunden hatte, brach für Igor eine Welt zusammen. Er hatte noch nie einen Freund gehabt – und nun wurde ihm dieser einzige Trost im grauen Alltag auch noch genommen. „Wirst du mich besuchen kommen?“, fragte er Boris, während dieser zum letzten Mal sein Bett im Schlafraum machte. „Ich verspreche es dir, so wahr ich der Urgroßenkel eines Prinzen bin!“, antwortete dieser und boxte Igor leicht in die knochige Schulter.

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Weihnachtsmärchen: Teil 16

16. Dezember 2013 at 06:18 (Weihnachtsmärchen) (, , )

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Höflich schüttelte er beiden die Hände, ließ sich vom Herren den Hut reichen und von der Dame den Schal und legte beides ordentlich auf den Sessel im Flur. Natürlich war er nicht der Einzige, der sich um die neuen vielleicht-bald-Eltern scharte, aber Igor, Alexander und Nadia konnten Boris nicht das Wasser reichen. Boris wusste, wie man sich verkaufen musste.

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Weihnachtsmärchen: Teil 15

15. Dezember 2013 at 01:35 (Weihnachtsmärchen) (, , , , , )

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Drei Wochen nach Igors Geständnis war Boris fort. Igor hatte versucht, Boris‘ Verhalten zu analysieren, als das ältere Pärchen im Heim auftauchte. Aber er konnte es nicht verstehen. Boris und er, sie waren doch beste Freunde – warum würde er dann das Kinderheim verlassen wollen? Nein, es machte einfach keinen Sinn, dass Boris sanft wie ein Lämmchen und so aufmerksam wie der übereifrigste Diener geworden war, als das Paar das Heim betrat.

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