#53 Fünfzig Facetten von…

2. Februar 2013 at 16:45 (Kurzgeschichten, Kurzgeschichten - Liebe, Kurzgeschichten - lustig) (, , , , )

Eine satirische Kurzgeschichte, inspiriert von Fifty Shades of Grey.

Ich lag am Boden, keuchend und nach Luft ringend, während sich mein Körper vor Schmerzen krümmte. Jede einzelne Muskelfaser in meinem Körper schrie nach Erbarmen, nach Erlösung. Ich war kurz davor in befreiende Bewusstlosigkeit zu entschwinden, mich wegzuträumen in eine Welt ohne Zähne-zusammenbeißen-um-nicht-schreien-zu-müssen.

Aber er war noch nicht fertig mit mir, das fühlte ich, ohne auch nur einen Blick mit ihm zu wechseln. Ich hob dennoch flehend meinen Blick vom Boden und suchte seine kalten, grauen Augen. Meine Blicke irrten ruhelos über seinen perfekt modellierten Körper, liebkosten seine muskulösen Waden, die trainierten Oberschenkel, den strammen Bauch, die vor Kraft strotzenden Oberarme… Und als ich in die Tiefen seiner kühlen Augen eintauchte, wurde mir bewusst, dass er wohl selbst schon intensive Schmerzen ertragen haben musste, um mir nun dasselbe ohne einen Anflug von Mitleid zufügen zu können.

Seine Mundwinkel zuckten, als er mich, die ich hilflos zu seinen Füßen ausgestreckt dalag, mit einem unterdrückten Lächeln neckte: „Na, schon so erschöpft? Ich glaube, du kannst mir noch viel mehr geben, wenn du dich nur ein bisschen mehr anstrengst!“
Wenn es gesellschaftlich akzeptiert wäre, hätte er mir an dieser Stelle sicher einen Tritt in die Rippen versetzt, um mich zum Weitermachen zu bewegen.

Warum tat ich mir diese Tortur überhaupt an?, fragte ich mich, während ich versuchte, meine kraftlosen Glieder zu kontrollieren. Ich war frei, meine Sachen zu packen und zu gehen, wann immer ich es wollte – und wann immer ich es schaffte, den Bann zu durchbrechen, den er auf mich gelegt hatte, als ich ihn zum ersten Mal gesehen hatte. Irgendetwas tief in meinem Inneren rebellierte, wenn ich ans Aufhören dachte. Das hier war mein einziger Weg, ihm nahe zu sein, diesem Adonis mit den kalten, grauen Augen – dafür war ich sogar bereit, teuer zu bezahlen, auch wenn er vermutlich hinter meinem Rücken über mich und meine Ungeübtheit in dieser Disziplin, in der er Meister war, lachte.

Schlussendlich brach ich doch zusammen. Schweißüberströmt und schon wieder am Boden auf meiner Turnmatte liegend, riefen sich mir zumindest noch meine guten Manieren in Erinnerung und ich bedankte mich artig bei meinem persönlichen Trainer für die anstrengende Einheit, bevor ich wenig später zitternd den Ort des Grauens, auch Fitnessstudio genannt, verließ.

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#37 Warten auf dich

5. April 2011 at 19:16 (Kurzgeschichten, Kurzgeschichten - Liebe, Kurzgeschichten - lustig) (, , , , , , )

Geduld. Warten, bis du mich siehst. Soll ich auf mich aufmerksam machen? Aber ich will nicht aufdringlich sein. Ein treuherziger Blick muss reichen, für den Anfang zumindest. Du bist schön, hast ein freundliches Lächeln. Du scheinst dich mit solchen wie mir auszukennen, weißt, dass wir schüchtern sind, aber bereit, viel Liebe zu geben. Vielleicht wurdest du schon einmal verletzt und wagst jetzt einen neuen Versuch. Vielleicht fühlst du dich ganz einfach allein. Oder willst eine Familie gründen. Und deswegen bist du hier. Kein unüblicher Ort, um einander kennenzulernen. Ich werde es mir nicht anmerken lassen, aber ich habe mein ganzes Leben lang auf dich gewartet. Dass du mich siehst, dass du mich liebst.

Meine Hobbys sind nicht besonders außergewöhnlich. Laufen, spazieren gehen, essen und schlafen. Ich bin mit den simplen Freuden des Lebens zufrieden. Mit dir auf dem Sofa liegen und einfach nur die Augen schließen und merken, wie schön die Welt ist. Hinaus in die Wildnis gehen, nur wir zwei. Sehen, riechen, fühlen, schmecken, was die Natur zu bieten hat. Du hast doch nichts gegen ausgedehnte Ausflüge? Du siehst schlank und sportlich aus, unternehmungslustig. Ich glaube, wir sind wie für einander geschaffen. Aber ich will nichts überstürzen. Außerdem bin ich ja nicht der einzige hier, der dein Herz erobern möchte.

Du kannst mich deinen Eltern vorstellen, kein Problem, sie werden mich lieben. Auf meinen treuherzigen Blick ist einfach Verlass. Der zeigt, dass ich es ernst mit dir meine. Vielleicht sehe ich jetzt etwas verwahrlost aus, aber du erwischt mich zu einem schlechten Zeitpunkt. Aus mir kann man viel herausholen, du wirst sehen, wenn ich nur erst wieder in Form bin. Du musst ein bisschen Geduld mit mir haben, ich bin diese ganze Zeremonie nicht mehr gewohnt. Vom ersten Kennenlernen bis ich endlich zu dir nach Hause darf.

Ich will bei dir sein. Ich bin glücklich, wenn du es bist. Ich fühle, wenn du Angst hast. Und ich beschütze dich. Ohne meine Erlaubnis kommt niemand an dich ran, niemand wird dir etwas zuleide tun, solange ich in deiner Nähe bin. Du kannst dich auf mich verlassen.

Ich mag Menschen und Tiere. Außer vielleicht Katzen. Und unehrliche Menschen. Ich durchschaue es sofort, wenn jemand nicht ehrlich zu mir ist. Dann werde ich auch manchmal wütend. Aber im Allgemeinen vertrage ich mich mit allen gut, wenn ich nicht absichtlich gereizt werde. So geht es uns wohl allen.

Hast du noch Fragen? Ich habe großartige Gene, bin kerngesund, und habe mein Herz zu verschenken. Ich will einfach nur mit dir zusammen sein. Reicht das heutzutage noch aus? Nimm mich mit zu dir nach Hause! Ich werde dir ein treuer Begleiter sein. Nicht umsonst werde ich als der beste Freund des Menschen bezeichnet.

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#36 Am Anfang ist der Zweifel

19. März 2011 at 13:26 (Kurzgeschichten, Kurzgeschichten - lustig) (, , , , , )

An einem gewissen Punkt im Leben haben wir, davon bin ich überzeugt, alle einmal diese Fantasie: Was wäre, wenn das nicht meine leibliche Familie wäre. Adoptiert. Nach der Geburt vertauscht. Oder durch irgendeinen anderen Zufall in der falschen Familie gelandet.

Dieser Gedanke muss nichts mit Unzufriedenheit zu tun haben. Manchmal ist es nur dieses ungewisse Gefühl, nicht dazuzugehören. Anders zu sein. Dieses Gefühl überkam mich erst spät, ich war bereits 30 Jahre alt geworden, ohne jemals Zweifel über meine Herkunft gehegt zu haben. Aber dann brachen sie mit aller Heftigkeit über mich herein. Ein Auslöser ist für mich im Nachhinein jedoch relativ exakt auszumachen. Es war, als meine damalige Freundin darauf bestand, das Familienfotoalbum durchzublättern. Nach peinlichen Babyfotos, schrecklichem Kleidungsstil in der Volksschulzeit und beträchtlichen Hautproblemen im Teenageralter, brachte sie es endlich auf den Punkt. Außenseiter sind oft die schärfsten Beobachter.

„Eigentlich siehst du niemandem aus deiner Familie ähnlich.“ Nach einer halben Stunde von Körperbau-, Haar- und Augenfarbenvergleichen, sowie verzweifelter Suche meinerseits nach Ähnlichkeiten bei Nase, Fingern und Ohrläppchen konnte ich ihr Urteil nur bestätigen. Ich war anders.

„Ist ja nicht schlimm, so etwas kommt vor“, beruhigte mich die Ex und erfand eine haarsträubende Geschichte über die Großtante der Freundin einer Arbeitskollegin ihres Bruders (oder so), die auch niemandem ähnlich sah, aber bei der es gar keinen Zweifel gab, weil sie zuhause mit Hilfe einer Hebamme geboren worden war und gar nicht verwechselt werden hatte können (oder so). Also alles ganz normal (oder so).

Für mich war klar: Ein Vaterschaftstest musste her. Da ich aber bedauerlicherweise nicht so gut lügen konnte wie meine Ex-Freundin (oder so), schaffte ich es nicht, meinem Vater unauffällig eine Speichelprobe zu entlocken. Nun ja, er war erzürnt darüber, was mich plötzlich dazu brachte, die Familienverhältnisse zu hinterfragen und meine Mutter des Fremdgehens zu bezichtigen. Drei Monate kein Taschengeld. Dass ich das Argument aufgriff und im Sinne der Gleichbehandlung auch einen Mutterschaftstest einfordern wollte, machte die Sache nicht gerade besser.

Meine Mutter war in Tränen aufgelöst, als sie auch nur das Wort „Test“ hörte und fragte sofort, ob ich denn keine schöne Kindheit gehabt hätte. Natürlich machten mich ihre Worte noch misstrauischer. Wenn ich ihr eigen Fleisch und Blut war, gab es ja kein Problem damit, das auch durch einen Test zu beweisen, dachte ich trotzig.
Vermutlich wurde meine Wissbegier über meine biologischen Eltern noch dadurch verschärft, dass ich gerade an meiner Doktorarbeit schrieb und so gar keine Lust hatte, sie fertigzustellen. Ich wollte lieber etwas anderes erforschen, als das Paarungsverhalten von Tse-Tse-Fliegen: Meine Herkunft. Ich machte es zu meinem Projekt.

Meine Doktorarbeit ist mittlerweile fertiggeschrieben und das Rätsel um meine Herkunft geklärt. Im Endeffekt stellte sich jedoch heraus, dass das Paarungsverhalten von Tse-Tse-Fliegen bei Weitem spannender war, als die Aufdeckung der Identität meiner biologischen Eltern. Nach monatelanger Recherche rückten meine vergrämten Eltern, die den Schmerz überwanden, um mir jeden Vorwand zu nehmen, meine Doktorarbeit nicht fertigstellen zu müssen (was Eltern eben so für einen tun), mit ihrem Speichel heraus.

Das ernüchternde Resultat raubte mir jeden Funken von geheimnisumwobener Faszination, weswegen mich wohl auch meine Freundin verließ. Oder, weil ich einfach anders war.

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#30 Im Waschsalon

18. Oktober 2010 at 22:47 (Kurzgeschichten, Kurzgeschichten - Liebe, Kurzgeschichten - lustig) (, , , , , , , , , , )

Als ich nach New York kam, nachdem sich meine Freundin von mir getrennt und ich meinen Job verloren hatte (unglücklicherweise war mein Chef ihr Vater), war ich mir bei vielen Dingen unsicher. Würde ich mit meinen Ersparnissen lange genug auskommen, bis ich einen neuen Job gefunden hatte? Schmeckten Hot Dogs im Land der unbegrenzten Möglichkeiten besser als zuhause? Würde ich meine Angst vor möglicherweise auf mich stürzenden Wolkenkratzern überwinden können?

Doch es gab eine Sache, bei der ich mir ganz sicher war. Irgendwie hatte Hollywood die Botschaft in mein Hirn gemeißelt, dass der Waschsalon der perfekte Platz war, um die große Liebe zu finden. Ich wusste nicht einmal mehr, in welchem Film dem Protagonisten so etwas widerfahren war, es war für mich einfach eine unabänderliche Tatsache.

Bereits an meinem zweiten Tag in New York ging ich, noch leicht vom Jetlag beeinträchtigt, müde und dennoch aufgeregt zum nächsten Waschsalon. Ich hatte kaum Wäsche zu waschen, schließlich war ich erst seit Kurzem hier, aber nach dem abrupten und für mich völlig unvorhersehbaren Ende meiner Beziehung sehnte ich mich nach etwas Nähe, Zuneigung und Liebe.

Hoffnungsvoll betrat ich also den Raum, in dem zahlreiche Waschmaschinen munter vor sich hin schleuderten. Der Anblick, der sich mir bot, war mehr als enttäuschend. Harte Klappstühle waren an den kahlen Wänden aufgereiht und wirkten nicht gerade als ob sie dazu einladen wollten, sich hinzusetzen und darauf zu warten, dass die Wäsche fertig gewaschen war. Und es roch penetrant nach Waschmittel, was mich aber nicht allzu sehr verwundern hätte dürfen. Das Publikum wirkte ebenfalls ernüchternd auf meine Wunschträume.

Im Waschsalon befanden sich:
Ein älterer Herr, der gleich zwei Waschmaschinen mit einer überproportional großen Menge an Socken befüllte. Ausschließlich Socken. Vielleicht einer jener in Amerika berüchtigten Socken-Dealer, der Socken an all die Verzweifelten verkaufte, die nach dem Waschen mit nur einem Socken der gleichen Farbe dastanden, statt mit den zweien, die sie in die Waschmaschine gefüllt hatten?

Dann war da noch eine rüstige alte Dame, die mir hilfsbereit erklärte, wie ich meine Wäsche zu sortieren hätte, damit sie sich nicht verfärbte. Ich wollte ihr meinerseits gerne erklären, dass es ein Klischee war, dass Männer nicht Wäsche waschen konnten, aber dann ließ ich es doch bleiben. Vielleicht weckte ich ja sonst den Beschützer-Instinkt des ohne Zweifel gefährlichen Socken-Dealers.

Erfreut stellte ich fest, dass ich jemanden übersehen hatte: In der Ecke saß ein kleiner weißer Pudel. Er schien niemandem zu gehören, deswegen packte ich ihn in die Tasche mit meiner schmutzigen Wäsche, die ich lieblos wieder aus den beiden Waschmaschinen herausgezogen hatte, in die sie meine freundliche Gehilfin farblich sortiert gelegt hatte und machte mich vom Acker. Das Hündchen schien es nicht zu stören.
Mit einem Hund mehr und einer von Hollywood fabrizierten Illusion weniger machte ich mich auf den Weg zu meinem bescheidenen Heim.

Ein Jahr später kann ich folgendes Fazit ziehen: Meine Ersparnisse reichten aus. Hot Dogs schmecken immer gut, egal wo. Wolkenkratzer haben mehr Angst vor dir als du vor ihnen. Und man kann im Waschsalon doch die große Liebe finden.

Zumindest in der Art von Etablissement, das ich konzipiert hatte: Einem Dating-Waschsalon. Während die Wäsche vor sich hin wäscht, können meine Kundinnen und Kunden Cocktails trinken und auf gemütlichen roten Plüschsofas sitzen und plaudern. Und natürlich in ungezwungener Atmosphäre der Unterwäsche ihres Gegenübers beim In-die-Waschmaschine-gepackt-Werden zusehen.
Mein Dating-Waschsalon ist für alle gedacht, die auf der Suche sind: Nach einem Date, einem festen Partner, einem guten Freund, einem kleinen Pudel – oder einer Waschmaschine.

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#29 Schräge Vögel

10. Oktober 2010 at 13:01 (Kurzgeschichten, Kurzgeschichten - Liebe, Kurzgeschichten - lustig) (, , , , , , )

„Wenn ich noch einen Pieps höre, ist die Prüfung beendet und ihr könnt eure Lizenz vergessen!“, plusterte sich der Lehrer auf.
Es wurde sofort mucksmäuschenstill. Die lange Vorbereitung auf diesen Tag sollte nicht umsonst gewesen sein.
„Okay, letzte Aufgabe: Sucht auf eurem Stadtplan die Rosengasse 13. Wer sie als erstes findet, bekommt gleich seine Lizenz und darf losstarten. Auf geht’s!“

Nach kurzer konzentrierter Suche platzte Randy heraus: „Ich hab sie!“
Mit stolzgeschwellter Brust nickte der Lehrer, der das angezeigte Ergebnis auf der Karte betrachtete. „Sollen wir noch einmal die gefährlichen Situationen durchgehen, bevor du dich auf den Weg machst?“
„Nein, nein, ich schaff das schon“, schüttelte Randy den Kopf.
„Gut“, nickte der Lehrer, dann lass dir gleich den Brief geben, es handelt sich um eine wichtige Angelegenheit.“

Randy prägte sich ein letztes Mal den Weg ein, übernahm seine Lizenz und den Brief und startete in den sonnigen Montagmorgen. Die Adresse war nicht weit entfernt und so gestaltete sich der erste Arbeitstag recht unbeschwerlich. Randy klopfte zufrieden beim richtigen Haus an die Scheibe.
Statt ein freundliches Gesicht zu sehen, sprang aber eine hässliche, struppige Katze auf das Fensterbrett. Randy schrak ein wenig zusammen, als ihn unvermutet die giftgrünen Augen feindselig durch die Glasscheibe hinweg anstarrten.

Doch da kam auch schon die rechtmäßige Eigentümerin des Briefes und nahm ihn entgegen. Das garstige Katzenvieh verschwand wieder im Wohnraum, während Randy sich den Kopf verdrehte, um die Worte auf dem Brief lesen zu können:

„Süß wie Honig klingt dein helles Lachen,
drum will ich dich zu meiner Ehefrau machen.
Dein Gesicht strahlt täglich wie die Sonne,
dich anzusehen ist eine Wonne.
Verzeih, dass ich so schleime,
ich weiß nur keine bess’ren Reime.
Voll Hoffnung wart ich auf die Antwort dein,
ich bitte dich, meine Frau zu sein!
Es herzt und drückt dich inniglich,
dein Prinz, der ist verliebt in dich!“

Randy beobachtete die lächelnde Leserin und nickte glücklich mit dem Kopf während sie die Adresse und ihre Antwort fein säuberlich auf ein kleines Zettelchen schrieb:

„Du brauchst nicht bangen, keine Frage,
ich will mit dir verbringen alle meine Tage!
Bevor es kitschig wird, hör ich nun auf,
und hoff du eilst zu mir im Dauerlauf!
Es küsst dich ohne Unterlass,
die Prinzessin aus der Rosengass‘!“

Randy gurrte und ließ sich die Nachricht ans Beinchen binden. Manche Kunden waren schon schräge Vögel, dachte er bei sich, während er zum Taubenschlag zurückflog, um die Adresse des Antwortbriefes auf dem Stadtplan ausfindig zu machen.

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#28 Ein Prinz auf Abwegen

22. September 2010 at 20:35 (Kurzgeschichten, Kurzgeschichten - lustig, Kurzgeschichten - Märchen) (, , , , , , , , )

„Eine wunderschöne Prinzessin ist in einem hohen Turm eingesperrt“, teilte der Bote dem Prinzen mit. „Reite schnell und befreie sie!“
Sogleich warf sich der edle Ritter in sein bestes Gewand, sattelte seinen weißen Schimmel und gab ihm die Sporen. „Harlekingasse 537, 10. Stock, Fräulein Perchteder!“, rief ihm der Bote nach.

Schnell wie der Wind ritt der Prinz seinem Ziel entgegen, doch ein Hindernis stellte sich ihm in den Weg. Ein Mann in blauem Kostüm versperrte ihm den Weg und er musste scharf an den Zügeln reißen, um seinen sich aufbäumenden Schimmel im Zaum zu halten.
„Hearn’S, da derfen’S net reiten und so schnö scho goar net!“, blaffte ihn der Ordnungshüter an. „Steigen’S owa, des kost sonst an Fuffzger!“
Befremdet von dem flegelhaften Verhalten stieg der edle Ritter von seinem Ross und band es einige Meter weiter an einen Baum. „Warte hier, mein Hengst, ich schaffe den Weg auch alleine“, flüsterte er dem Gaul zu.

Zu Fuß galoppierte der Prinz weiter, doch nirgendwo war ein Schloss mit hohem Turm in Sicht. Er musste die Hilfe von niederem Fußvolk in Anspruch nehmen.
„Ich bin auf der Suche nach Prinzessin Perchteder, die ihm hohen Turm in der Harlekingasse 537, 10. Stock, eingeschlossen ist“, verriet er dem nächstbesten Gesellen, der ihm hilfsbereit den Weg wies.
„Als Dank für deine Hilfe werde ich dir einen Juwel vom Schaft meines Schwertes schenken“, versprach der edle Ritter dem Untertan und zog sein Schwert. Dieser riss erschrocken die Hände hoch, stammelte: „Tuan’S de Woffn weg!“ und ergriff die Flucht. Der Prinz schüttelte den Kopf über so viel Schreckhaftigkeit und machte sich wieder auf den Weg.

Bald sah er den Turm, in dem die holde Jungfrau eingesperrt war, ein hässliches Gebilde aus Stahl und Glas, gleich einem Käfig.
„Prinzessin, ich bin hier um dich zu retten!“, rief er lautstark in Richtung des 10. Stocks. Sicherheitshalber fügte er noch ein „Fräulein Perchteder!“ hinzu, da viele Köpfe sich neugierig aus den Fenstern zu recken begannen.
„Das bin ich!“, rief eine helle Stimme dem Prinzen zu.

„Lass dein Haar herunter!“, befahl der edle Ritter gebieterisch. Doch sie hatte eine Kurzhaarfrisur.
„Nehmen’S doch den Lift“, riet ihm eine ältere Frau, als er sich daran machte, an der glatten Fassade hinaufzuklettern.
„10. Stock, Appartement 7“, informierte die hübsche Maid ihn noch. Nach dem Ritt mit dem höllischen metallenen Gaul zehn Stockwerke in die Höhe fand der Prinz das Appartement 7 des Fräuleins Perchteder.

„Tritt zurück, holde Jungfrau, ich werde dich retten!“, rief er ihr zu, nahm Anlauf und rammte die Holztür mit einem gezielten Fußtritt und unter Einsatz seiner Schulter und seiner gesamten Kraft ein.
Die Prinzessin stand mit offenem Mund vor ihm und betrachtete erst die ausgehängte Tür, die nun auf dem Boden lag und dann ihn. „Keine Sorge, du bist gerettet“, teilte er ihr mit und lächelte sie aufmunternd an. Er kannte diesen Anblick, wenn es den jungen Damen vor lauter Faszination über seinen Heldenmut die Sprache verschlug.

Doch sie fand ihre Worte bald wieder: „Na das ersetzen Sie mir aber! Und Ihren Schlüsseldienst bestelle ich auch nie wieder!“

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#24 Wie Hund und Katz

29. Juli 2010 at 21:24 (Kurzgeschichten, Kurzgeschichten - Liebe, Kurzgeschichten - lustig) (, , , , , )

„…Und so habe ich mein ganzes Leben mit Warten verbracht“, beendete er die tragische Erzählung über sein Leben.
„Was ist mit diesem Mädchen? Glaubst du wirklich, dass du sie wiedersehen wirst? Ich meine, es sind fünf Jahre vergangen…“ Sie sah in skeptisch an.
„Die Hoffnung stirbt zuletzt, oder?“ Er wandte seine Aufmerksamkeit wieder den Menschen zu, die an ihm vorbeizogen. Alle waren sie auf der Suche nach etwas, aber niemand suchte ihn.

„Vielleicht würde es helfen, wenn du dich nicht so in Selbstmitleid suhlen würdest“, gab sie zu bedenken und grinste ihn frech an.
„Du hast leicht reden. Du stehst ja auch nicht schon fünf Jahre hier und wartest. Aber du wirst schon sehen: In einem Jahr wirst du ähnlich denken wie ich. Und ganz ehrlich, solche wie dich gibt’s an jeder Ecke.“

Sie starrte ihn ungläubig an: „Ist nicht dein Ernst, oder? Also das ist das Gemeinste, das man mir je an den Kopf geworfen hat… Okay, ich bin vielleicht erst seit Kurzem hier, aber zumindest leide ich nicht so schrecklich, wie du. Würdest du ein einziges Mal lächeln, würde dich vielleicht jemand mitnehmen.“ Sie lächelte und hob die Pfote.
„Ist ja nicht so, als könntest du dir aussuchen, wem du winkst und wem nicht“, knurrte er.
„Wir müssen auch nicht reden“, zischte sie und hob wieder die Pfote.

Er betrachtete sie aus dem Augenwinkel. Ja, sie war hübsch, gold-schwarz-rote Bemalung und ein breites weißgezähntes Lächeln. Aber es machte ihn verrückt, dass diese chinesische Plastikkatze andauernd die Pfote hob. Und, auch wenn sie es nicht wissen wollte, er hatte Recht. Diese billigen Staubfänger gab es in jedem Asia-Shop zu kaufen.
Wohingegen er etwas Besonderes war. Immerhin hatte er zehn Jahre den Eingang des Restaurants „Blühender Lotus“ bewacht. Gut, vielleicht war es ungewöhnlich für ein chinesisches Restaurant einen weißen Porzellanhund aufzustellen, dessen Fell eine Reihe goldener Kirschblüten zierten, die ihm einen leicht japanischen Touch verliehen. Feuerspeiende Drachen waren vielleicht cooler als Türsteher, aber der Hund war doch schließlich der beste Freund des Menschen? Er knurrte unhörbar.

„Was, noch immer schlecht drauf? Was ist dir denn jetzt wieder für eine Laus über die Leber gelaufen?“, fragte die Katze beleidigt.
„Ich hab’s einfach satt, hier rumzuhängen und darauf zu warten, dass mich jemand mitnimmt. Flohmärkte sind ätzend. Außerdem werde ich bestimmt unter meinem Wert verkauft. Und ich vermisse Lian…“
„Wirst du jemals über sie hinwegkommen? Ist doch lächerlich, du hast sie fünf Jahre nicht mehr gesehen. Vielleicht gefällt sie dir gar nicht mehr? Sie wird sich verändert haben, weißt du, bei Menschen passiert das“, belehrte die Katze ihn und hob die Pfote. Schon wieder.

„Du warst noch nie verliebt, oder? Da geht’s nicht darum, wie jemand aussieht. Es geht um das Gefühl, das du hast, wenn du mit der Person zusammen bist, die du liebst. Bei ihr habe ich mich einfach immer sicher gefühlt und sie hat mir vertraut, sie hat mir alles erzählt. Du weißt wohl nicht wie das ist, wenn dir jemand vertraut? Wir sind stundenlang auf der Türschwelle gesessen und sie hat mir von ihrem Leben erzählt und ab und zu ihre heiße Stirn an meinem Kopf gekühlt…“ Er blickte verträumt in die Ferne.

„Aber sie ist jetzt fünf Jahre älter und hat bestimmt einen Freund. Oder sie ist verheiratet. Würde es dir nicht das Herz brechen?“, fragte ihn die Katze mit leicht besorgtem Blick.
„Nein. Ich würde mich für sie freuen. Ich weiß ja, dass unsere Freundschaft eine rein platonische ist, ich bin ja kein Vollidiot. Ich will sie einfach glücklich sehen“, seufzte er.

„Armer verliebter Hund“, maunzte die Katze mitfühlend. Sie hatte nicht erwartet, dass Hunde so tiefgründige Gefühle hegen konnten. Eigentlich fand sie das ziemlich attraktiv. Sie klimperte ein wenig mit den Wimpern. „Weißt du“, setzte sie an, „da wir schon mal hier sind…“
„Oh mein Gott, da ist sie!“, unterbrach der Porzellanhund sie aufgeregt. „Da ist Lian! Wink mal, damit sie rüberkommt!“ Widerwillig hob die Katze ihre Pfote. „Oh, sie sieht uns, sie kommt!“

Zwei Minuten später teilten sie sich einen Pappkarton. „Scheint, als gäbe es bald eine Restaurant-Neueröffnung“, grinste die Katze. „Zum goldgeblümten Porzellanhund.“
„Oder: Zur winkenden Katze“, grinste er zurück und gab ihr einen Kuss auf die Nasenspitze, als das Auto an der Ampel scharf bremsen musste.

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#16 Vorsicht: Verliebte Teenager

11. April 2010 at 21:01 (Kurzgeschichten, Kurzgeschichten - Liebe, Kurzgeschichten - lustig) (, , , , , )

Nichts ist anstrengender, als ein verliebter Teenager zu sein. All diese Hormone, die dein Blut zum Kochen und dein Herz zum Schneller-Schlagen bringen… Ein aufregendes Gefühl, natürlich, und einfach nur wunderbar, auf einer rosaroten Wolke dahinzuschweben, sobald du deinen Schatz nur von Ferne siehst. Aber wahnsinnig nervtötend, wenn du dich eigentlich konzentrieren solltest.

Bis jetzt war meine Welt in Ordnung: Lehrer waren langweilig und alt, so wie es sich gehörte. Besonders die Mathematik-Lehrer.
Am dritten Schultag also der Schock, als der neue Mathe-Lehrer das Klassenzimmer betrat. Nummer eins: Er war jung. Nummer zwei: Er sah unverschämt gut aus! So etwas musste doch verboten werden, da konnte sich doch niemand auf rechte Winkel, Gleichungen mit zwei Unbekannten und das Berechnen von Geschwindigkeiten konzentrieren. Sondern nur auf den Winkel, in dem er seinen Kopf neigte, wenn er sprach, die Unbekanntheit dieses Gefühls, wenn seine Augen dich streiften und die Geschwindigkeit mit der dein Herz schlug.

Bis zur vierten Klasse hatte ich ausgezeichnete Noten in Mathematik. Ich war eine der Wenigen, die wirklich verstand, was sie da berechnete und wozu das gut war. In der fünften Klasse sackten meine Noten plötzlich ab. Niemand verstand, was mit mir los war – und das war vermutlich auch besser so. Die Schuld wurde auf eine pubertäre Rebellionsphase geschoben.
Nachdem ich mein erstes „Nicht genügend“ auf eine Mathe-Schularbeit kassiert hatte, rief mich Herr Wessel (in meinen Gedanken nannte ich ihn bei seinem Vornamen, Robert), zu sich. Mein Herz klopfte mir bis zum Hals und meine Knie waren weich wie Pudding, als ich zum Lehrerpult ging, während meine Klassenkameraden nach Hause eilten. Würde mich der schöne Robert jetzt vielleicht küssen?
Fehlanzeige. Er machte sich Sorgen um meine Leistungen und schlug mir vor, bei seinem kleinen Bruder Nachhilfe zu nehmen. Aah, endlich, ein Wink mit dem Zaunpfahl! Er lud mich also unter einem Vorwand zu sich nach Hause ein. Ich hüpfte trotz der erdrückenden Last des Mathe-Hefts mit dem „Nicht genügend“ in meinem Rucksack vergnügt zum Schulbus. Es hatte sich also doch bezahlt gemacht, dass ich statt der Tafel Roberts Hände beim Schreiben und Zeichnen und statt seiner Worte sein attraktives Gesicht studiert hatte.

Nachdem Robert sicherheitshalber mit seinem Bruder geredet hatte, ob er überhaupt Zeit hätte, Nachhilfe zu geben, rief er mich am nächsten Tag wieder zu sich. Er verbrachte eindeutig gerne Zeit mit mir alleine. Er reichte mir einen Zettel mit einer Adresse.
„Hier wohnen meine Eltern und mein Bruder“, erklärte er. „Und das ist die Telefonnummer“, sagte er, während sein Finger unter der Zahlenkolonne entlangwanderte. „Frag einfach nach Alex, dann könnt ihr einen Termin ausmachen.“
Ich biss mir auf die Lippe und versuchte, meine Enttäuschung hinunterzuschlucken. Ich durfte ihn also doch nicht bei sich zu Hause besuchen? Ich trabte mit hängendem Kopf zum Schulbus.

Ich war gegenüber Roberts Bruder wohl nicht besonders freundlich, am Telefon. Ich konnte noch nicht fassen, dass Robert mir derartige falsche Hoffnungen gemacht hatte. Ich hatte gedacht, ich dürfte ihn in seinen eigenen vier Wänden besuchen, damit wir einmal in Ruhe reden könnten… Meine Stimmung besserte sich erst wieder, als Alex mir die Tür öffnete: Vor mir stand das perfekte Abbild Roberts, nur einige Jahre jünger und mit einem schelmischen Grinsen auf den Lippen.

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#10 Candle-Light Dinner

18. Februar 2010 at 17:27 (Kurzgeschichten, Kurzgeschichten - lustig) (, , )

Ich saß auf der Couch und sah ihm dabei zu, wie er eifrig Vorbereitungen für den Abend traf. Er stellte zwei Teller auf das blütenweiße Tischtuch, legte jeweils eine rote Serviette daneben und ordnete das frisch polierte Silberbesteck ordentlich an.
Ich genoss es, ihm zuzusehen. Es war einfach alles so perfekt. Noch dazu hatte er sich richtig schick gemacht. Sein kurzes Haar hatte er mit einer ganzen Menge Gel dazu gebracht, in alle Richtungen wegzustehen, er war frisch rasiert und hatte sich in ein weißes Hemd und eine schwarze Anzughose geworfen. Er trug sogar eine schwarze Fliege – bestimmt nur, um sie sich mit fortschreitendem Abend wieder vom Leib zu reißen.

Nun streute er ein paar rote Rosenblätter auf den Tisch, glänzende Weingläser flankierten jetzt die Teller und mit einem leisen „plopp“ entkorkte er eine Flasche Rotwein. Zu guter Letzt stellte er noch einen Kerzenständer auf den Tisch und entzündete die Kerze. Was für ein Romantiker. Ich überlegte, wann sich jemand zum letzten Mal so für mich ins Zeug gelegt hatte.
Er betrachtete sein Werk zufrieden, als es an der Tür läutete. Er geleitete eine wunderschöne Frau mit langem, rötlichen Haar und herzallerliebsten Sommersprossen im Gesicht in den Raum. Ich blickte sie mit eiskalter Miene an und hasste sie zutiefst.

Er nahm ihr den Mantel ab und bat sie, Platz zu nehmen. Von dem zuckersüßen Lächeln, das sie ihm jetzt schenkte, befürchtete ich, Karies zu bekommen.
Ich konnte nicht länger zusehen, wie sie diesen schönen Mann, der mir doch so gut gefiel, um den Finger wickelte. So hatte ich mir den Abend bestimmt nicht vorgestellt. Diese blöde Kuh aber auch. Ich stand genervt auf und schaltete den Fernseher aus.

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#6 Die Prinzessin und der Drache

17. Januar 2010 at 18:10 (Kurzgeschichten, Kurzgeschichten - lustig, Kurzgeschichten - Märchen) (, , )

„Schon viele standen an dieser Stelle und haben um meine Hand angehalten“, sprach die Prinzessin. „Aber bevor ich dich zum Gatten nehme, musst du eine Aufgabe erfüllen. Befreie das Land von Angst und Schrecken und töte den furchterregenden Drachen!“ Sie machte eine theatralische Pause. „Doch ich muss dich warnen“, fuhr das zauberhafte Geschöpf fort, „schon zehn redliche junge Männer sind nicht mehr von ihrer Reise zurückgekehrt…“
„Prinzessin“, antwortete der junge Edelmann, „ich werde den Drachen töten und in drei Tagen wieder zurück im Schloss sein.“ Sicheren Schrittes verließ er den Thronsaal, schwang sich auf seinen weißen Schimmel und ritt aus der Stadt.

Sein Weg führte ihn über Stock und Stein und am späten Abend erreichte er das Gebirge, in dem der schreckliche Drache in einer versteckten Höhle hauste. Als die Sonne wieder aufging und die sternenklare Nacht vertrieb, machte er sich zu Fuß an den Aufstieg in die verlassene Felsenlandschaft.
Es dauerte einige Stunden, dann hörte der mutige Kämpfer das wiederhallende Echo des Schnaufens und Fauchens des schlafenden Drachen. Bald stand er vor dem grünen gehörnten Ungetüm, das mit seinem schuppigen Körper die ganze Höhle füllte. Das Tier sog scharf die Luft ein, witterte den Menschengeruch und öffnete seine gelben, glitzernden Augen. Der tapfere Ritter zückte sein Schwert, schnellte vorwärts und rammte dem Drachen die scharfe Klinge in den Leib, noch bevor er wutentbrannt Feuer speien konnte.
Als Beweis für seinen Sieg hackte der junge Edelmann dem toten Tier den grün schillernden Schwanz ab und machte sich auf den Rückweg zur Prinzessin.

Am dritten Tag war er zurück im Schloss, legte der entzückten Prinzessin seine Trophäe vor die Füße und sagte: „Holde Maid, ich bin zurück, das Land ist befreit, der Drache tot.“
Dankbar fiel die bildhübsche junge Frau ihm um den Hals und jauchzte: „Ich wusste von Anfang an, dass du es schaffen würdest! Du sollst mein Prinz sein! Morgen wollen wir Hochzeit feiern und unsere Liebe besiegeln!“
„Meine Prinzessin, von Liebe kann nicht die Rede sein. Wahre Liebe muss sich nicht beweisen.“ Er verneigte sich, schwang sich auf seinen weißen Schimmel und ritt in ein anderes Königreich, um das Herz einer anderen Prinzessin zu erobern.

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