Ein Prinz rettet Weihnachten: Teil 23

23. Dezember 2014 at 05:43 (Ein Prinz rettet Weihnachten) (, , , , , , , , , )

Dies ist eine Fortsetzungsgeschichte. Bitte bei Teil 1 zu lesen beginnen.

Die drei neu hinzugestoßenen Männer senkten die Blicke betreten. Balthasar warf schließlich seine Papierkrone zu Boden und schmollte: „Was sollen wir jetzt bloß im Dorf sagen? Letztes Jahr wurde das Kind zu früh geboren, das Jahr zuvor haben sich die Heiligen Drei Könige verirrt und wir sind erst am 25. angekommen – dieses Jahr wollten wir doch alles richtig machen! Und jetzt ist es ein Mädchen…“ Er schüttelte den Kopf traurig und kickte die zerknitterte Krone mit dem Fuß in die nächstgelegene Ecke.
„Ich verstehe nicht ganz…“, begann der Prinz zögernd. Doch bevor er fortfahren konnte, unterbrach ihn die Hexe: „Ach, der Melodisier weiß mal wieder von nichts. Das hätte ein Krippenspiel werden sollen, um die Geburt Jesu zu feiern. Aber da hat der Heilige Geist wohl einen Fehler begangen“, kicherte sie und zeigte auf das neugeborene Mädchen, das an der Brust seiner Mutter saugte.

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Ein Prinz rettet Weihnachten: Teil 22

22. Dezember 2014 at 05:59 (Ein Prinz rettet Weihnachten) (, , , , , , , , , , )

Dies ist eine Fortsetzungsgeschichte. Bitte bei Teil 1 zu lesen beginnen.

„Aber nein, Herr Prinz, der Knabe ist der Heiland, dem wir unsere Gaben bringen!“, rief Melchior belustigt. Just in diesem Moment vernahmen die Herren einen gellenden Kinderschrei aus dem Lebkuchenhaus schallen. Die Männer stürmten hinein und Kasimir drückte sein riesiges Auge gegen das Fenster, um auch einen Blick auf den Trubel zu erhaschen. Die Hexe hielt das noch durch die Nabelschnur mit Maria verbundene Kind hoch, sie streckte es Maria und Josef mit blutigen Händen entgegen: „Es ist ein Mädchen!“ Sie rümpfte die Nase: „Das könnt ihr behalten. Mein Lebtag lang habe ich immer nur knackfrische, wohlgenährte Büblein verspeist, da werde ich jetzt auf meine alten Tage nicht auf zähe, magere Mädchen umsteigen.“ Maria schluchzte vor Freude auf, als sie ihr Kind in die Arme schließen konnte. Josef aber schaute finster in die Runde und fragte die am Feldbett ruhende Maria: „Ich dachte, du wärst dir sicher gewesen, dass es ein Junge wird?“

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