#32 Yacumzeh, der Sternenreiter

1. Januar 2011 at 15:30 (Kurzgeschichten, Kurzgeschichten - Märchen) (, , , , , , , , )

„Jedes Jahr, wenn sich der letzte Tag dem Ende neigt, erzählen wir gemeinsam eine Geschichte“, erklärte mir der Stammesälteste, während wir im Kreis um das Feuer saßen.
„Es ist die Geschichte von Yacumzeh, dem Sternenreiter. Aber die Geschichte, die wir erzählen ist nie dieselbe.“ Er lächelte mich wohlwollend an und hielt den Finger beschwichtigend in die Höhe, ehe ich ihn noch mit einer Frage unterbrechen konnte.

„Wie du siehst, sind unsere jüngsten Stammesmitglieder nicht hier, sie schlafen bereits. Erst in dem Jahr, in dem das 14. Lebensjahr vollendet wird, dürfen sie hierher kommen und die Geschichte mit uns erzählen.“ Der braungebrannte Mann mit dem faltigen Gesicht sprach langsam, so dass ich auch alles verstehen konnte. „Aber sie kennen die Geschichte von Yacumzeh nicht, deswegen dürfen sie ihren eigenen Beginn und ihr eigenes Ende erfinden und wir erfinden dazwischen eine neue Geschichte.“ Er machte wieder eine Pause und lächelte mich an. „Und da du heute unser Gast bist, hast du die Ehre den Anfang zu erzählen. Drei Sätze, jeder drei Sätze.“ Rundum bekräftigte ermutigendes Köpfenicken in meine Richtung seine Worte.

Ich zögerte. Ich war noch nie gut im Geschichtenerzählen gewesen. Und schon gar nicht in einer fremden Sprache, vor fremden Menschen, deren Kultur ich nur aus Büchern kannte. Aber es war Teil meiner Reise, Herausforderungen anzunehmen.
„Yacumzeh war ein kleiner Junge, der in einem kleinen Dorf lebte“, begann ich unbeholfen. „Er hatte drei Geschwister und seine Familie war sehr arm. Sie hatten kaum genug zu essen und zu trinken.“ Meine Fantasie war wirklich nicht besonders ausschweifend. Zweifelnd sah ich den Stammesältesten an, doch er schien von meinem Anfang nicht enttäuscht zu sein. Reihum wurde nun weitererzählt, während ich mich fragte, wie die allererste Geschichte von Yacumzeh, dem Sternenreiter wohl begonnen haben mochte.

„Yacumzeh wünschte sich nichts sehnlicher als ein Pferd. Ein Wunsch, den ihm seine Eltern nie erfüllen würden können. Aber er gab nicht auf und wünschte sich zu jedem Geburtstag und zu jedem Weihnachtsfest sein Pferd“, fuhr eine verhutzelte alte Frau links von mir fort. Die nächste im Kreis war eine junge Frau.
„Sein Vater schnitzte ihm kleine Pferde aus Holz und seine Mutter buk ihm Reiskuchen in Form eines Pferdes. Doch ein echtes Pferd war viel zu teuer. Sein karges Taschengeld sparte Yacumzeh trotzdem auf.“ Und so ging es immer weiter, Alt und Jung erzählten gemeinsam.

„Damit wollte er später einmal Futter für sein Pferd kaufen. Er wusste alles über Pferde, der Nachbar, der früher einmal eine Ranch gehabt hatte, erzählte ihm immer, was sie gerne hatten. Er versprach auch, Yacumzeh auf die alte Ranch mitzunehmen, wenn er größer war.“
„Yacumzeh konnte es kaum erwarten. An seinem 14. Geburtstag sollte es so weit sein, und der Nachbar würde ihn mitnehmen. Aber der starb kurz bevor Yacumzeh zwölf Jahre alt war.“
„Er beschloss, dass es Schicksal sei, dass der Nachbar gestorben war, ehe er ihn zur alten Ranch mitnehmen hatte können. Yacumzeh fand sich damit ab, dass das Kapitel Pferde dadurch zu Ende war. Er räumte die geschnitzten Holzpferdchen in eine Schachtel unter sein Bett und vergaß seine Vorliebe.“

„Yacumzeh zog mit 16 von zuhause aus, da er eine Arbeit in der Fabrik in der Stadt gefunden hatte. Er wohnte dort in einer Art Internat und kam nur selten nach Hause zurück. In dem Jahr, als er 22 wurde, passierte bei seiner Rückkehr etwas Seltsames.“
„Yacumzeh musste immer durch den großen Wald gehen, wenn er von der Stadt nach Hause wollte. Es gab zwar eine Straße, aber das war ein gewaltiger Umweg. Als er in der Mitte des Waldes war, hörte er etwas.“
„Es war ein schmerzverzerrtes Stöhnen und Ächzen und Schnauben. Yacumzeh hatte Angst, aber er ging trotzdem auf das Geräusch zu. Er sah eine braune Stute, die sich im Gehölz verfangen hatte.“
„Ihr rechter Fuß war in einer Falle gefangen und glänzte blutig. Als die Stute Yacumzeh bemerkte, hielt sie still. Sie sah ihn mit ihren großen braunen Augen an.“

„Yacumzeh streichelte ihr Fell, sprach beruhigend auf sie ein und öffnete die Falle. Er zog seine Strümpfe aus und verband die Wunde notdürftig. Dann führte er die Stute aus dem Dickicht heraus.“
„Sie trat vorsichtig auf und trabte langsam neben ihm her. Zwischendurch hielt sie ihre Nüstern nah an seinen Hals und blies ihm warme Luft ins Gesicht. Stunden später als geplant kam Yacumzeh zuhause an.“
„Die folgenden Tage pflegte Yacumzeh die braune Stute. Ihre Wunde begann bald zu heilen und sie fühlte sich wohl. Aber dann musste Yacumzeh zurück in die Fabrik, um zu arbeiten.“

„Yacumzeh vermisste seine Stute und sie vermisste ihn. Am Wochenende borgte Yacumzeh sich einen Wagen von einem Kollegen aus, um nach Hause zu fahren. Er wusste nicht, wie man den Wagen richtig bediente, aber er wollte auf schnellstem Wege zu seiner Stute.“
„Am selben Tag büxte die Stute aus. Sie war wieder kräftiger geworden und riss einfach die Stalltür nieder. Sie lief Yacumzeh entgegen.“
„An jenem Abend geschah ein schrecklicher Unfall. Ein Wagen und ein Pferd krachten zusammen. Lenker und Tier waren auf der Stelle tot.“

Die Geschichte hatte die Runde gemacht, reihum hatten alle erzählt und nun war ich wieder dran. Der Stammesälteste, der die letzten Sätze gesprochen hatte, nickte mir zu, ich sollte das Ende der Geschichte finden. Ich hatte das Gefühl, er wolle mich damit auf die Probe stellen. Ich horchte in mich hinein und versuchte, die tief in mir drin versteckte Fantasie wachzukitzeln.

„Yacumzeh und die braune Stute starben im selben Moment und als ihre Seelen aus ihren Körpern heraustraten und sich auf den Weg zum Himmel machten, verschmolzen sie. Die beiden Seelen waren so rein und klar, dass sie zu einem hell leuchtenden Stern am Himmel wurden. Von Zeit zu Zeit sieht man Yacumzeh auf seiner Stute ausreiten, dann zieht ihr Stern einen glühenden Schweif am Himmel.“

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#21 Flashback

2. Juni 2010 at 20:44 (Kurzgeschichten, Kurzgeschichten - nachdenklich, Kurzgeschichten - traurig) (, , , , , , , , )

Das Kind weinte. Was sollte ich tun? Was hatte mein Vater immer getan, wenn ich als Kind geweint hatte? Er hatte mir Schokolade gegeben, als Ablenkung. Ich war ein dickliches kleines Mädchen gewesen. Seither aß ich immer Schokolade wenn ich traurig war. Aber genau heute hatte ich keine dabei.
Das Kind schluchzte laut auf.
„Schhh…“, machte ich und hockte mich wieder neben dem Mädchen auf den nassen Asphalt. „Schhh…“

Das Weinen hörte auf. Das Kind hielt inne, starrte mich verständnislos an, bevor es wieder losplärrte. Jetzt wusste ich wieder, warum ich keine eigenen Kinder haben wollte.
Ich stupste das Kind sanft an und versuchte, seine Aufmerksamkeit auf mich zu lenken – es sollte nicht dauernd zum Unfallsort schauen müssen. Das Kind drehte sich nur noch weiter weg von mir. Es sah heulend den Feuerwehr- und Rettungsmännern bei der Arbeit zu. Warum hatten sie mich mit dem Kind alleine gelassen? Ich hatte doch gar keine Ahnung von Kindern…

„Wie heißt du?“, versuchte ich mit der Kleinen ins Gespräch zu kommen.
„Lara“, schniefte sie.
„Möchtest du deinen Papa anrufen, Lara?“, fragte ich sie freundlich. Ich hielt mein Handy, mit dem ich vorhin die Rettung verständigt hatte, immer noch in der Hand und streckte es ihr nun entgegen.
„Ich habe keinen Papa“, brachte sie keuchend hervor. Auch das noch.
„Willst du vielleicht mit deinen Großeltern reden? Hast du ältere Geschwister, Tanten, Onkel?“, fragte ich, während die Verzweiflung langsam in mir hochstieg, während sie unentwegt den Kopf schüttelte. Sie zog lautstark auf, bevor sie „hab ich nicht“ murmelte.

Ich spürte, wie meine Augen begannen, feucht zu werden. Ich hatte immer gedacht, ich hätte eine schlimme Kindheit gehabt, mit nur einer einzigen Bezugsperson, die noch dazu ziemlich ungeschickt im Umgang mit Kindern war. Aber dieses Mädchen hier hatte auf einen Schlag alles verloren.
Ich sah verschwommen vor meinem inneren Auge eine Frau mit streng zurückgebundenem Haar und ebenso strenger Stimme. „Sollen wir sie mitnehmen?“, fragte sie meinen Vater. „Wir suchen eine neue Familie für sie.“ Mein Vater schüttelte langsam den Kopf und schickte die Frau von der Fürsorge weg. Wie hätte mein Leben ausgesehen, wenn sie mich damals mitgenommen hätte? Vielleicht hätte ich eine liebevolle neue Mami gehabt, einen Papi der mich zum Ponyreiten brachte und eine herzige Babyschwester. Vielleicht hätte ich aber auch immerzu Geschirr abwaschen und auf meine schlimmen kleinen Geschwister aufpassen müssen. Ich war froh, dass ich bei meinem Vater bleiben hatte dürfen, in der gewohnten Umgebung, auch wenn Papa sich nach Mamas Tod in einen stillen, traurigen und apathischen Mann verwandelt hatte, der mir kaum den nötigen Trost und Halt schenken konnte.

Endlich kam ein Sanitäter zu uns am Straßenrand kauernden einsamen Gestalten herüber. Er stellte mir einige Fragen und ich beschrieb ihm, was ich gesehen hatte, sagte, was ich wusste. Lara schwieg neben mir, wiegte ihren kleinen Körper hin und her und drückte ihre Hände gegen den kalten Asphalt. Flüsternd erklärte ich dem Sanitäter, dass das Mädchen jetzt anscheinend niemanden mehr hatte.
„Sollen wir mal schauen, ob wir im Auto noch einen Lutscher finden?“, fragte der junge Mann Lara freundlich und streckte ihr die Hand entgegen, um ihr aufzuhelfen. Sie warf mir einen langen Blick zu, nahm seine Hand und ließ sich von ihm mitziehen. Ich blieb am Straßenrand hocken und sah zu, wie die beiden langsam durch den Nieselregen auf den bereitstehenden Rettungswagen zu gingen. Auf halbem Weg drehte sich Lara um und warf mir einen letzten Blick zu.

Es war dieser Blick, dieser verwirrte und hilflose Blick, der mich so sehr daran erinnerte, wie ich mich damals gefühlt hatte, der mich aus meiner Erstarrung aufweckte. Wenn es jemanden gab, der wissen musste, was man sich als Kind wünschte, wenn man eben seine Mutter verloren hatte, dann war ich es.

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#17 Schuldig

20. April 2010 at 23:16 (Kurzgeschichten, Kurzgeschichten - nachdenklich, Kurzgeschichten - Verschiedenes) (, , , , , , )

Es begann mit einem gefalteten Zettel, der auf meiner Türmatte lag. Ich hob ihn auf und las, was darauf stand: „Wir wissen, was Sie getan haben.“ Die Buchstaben waren in bester Erpressermanier aus der Zeitung ausgeschnitten und nebeneinander geklebt.
Insgeheim hatte ich gewusst, dass dieser Tag kommen würde, der Tag, an dem mich jemand zur Verantwortung ziehen würde. Die letzten Wochen und Monate war ich jedem Menschen mit der Furcht begegnet, dass er derjenige sein könnte, der es wusste, der mich anschreien und fragen würde, was ich mir dabei gedacht hatte. Tagsüber lebte ich in ständiger Angst. Und nachts waren da diese schrecklichen Bilder, das Mädchen, blutüberströmt…
Ich musste mich am Türstock festhalten, mir wurde leicht schwarz vor Augen. Auf zittrigen Beinen wankte ich nach drinnen und verriegelte die Tür fest hinter mir. Ich verließ den ganzen Tag das Haus nicht.

Am nächsten Morgen lag ein neuer Zettel vor meiner Tür. Darauf waren nur vier Worte: „Schämen Sie sich nicht?“ Oh doch, und wie ich das tat. Die letzte Nacht hatte ich kaum geschlafen, die Bilder in meinen Alpträumen waren intensiver als je zuvor. Doch das Schlimmste war dieser flehende Blick des Mädchens, ehe ich mich von ihr abwandte und sie ihrem Schicksal überließ.
Wieder blieb ich zuhause. Wer waren diese Erpresser? Und was wollten sie von mir? Meinen Tod? Oder nur Geld? Ich würde warten müssen, bis sie ihr grausames Spiel auf die Spitze getrieben hatten.

Eine schlaflose Nacht, ein neuer Morgen, ein neuer Brief. „Was haben Sie sich dabei gedacht?“ Ich konnte nicht mehr, ich war am Rande eines Nervenzusammenbruchs. Ich tat das Einzige, das mein Gewissen erleichten konnte, damit ich diesen Erpressern den Wind aus den Segeln nehmen konnte. Ich stellte mich der Polizei. Wie viele Jahre konnte man für einen Unfall mit Fahrerflucht denn bekommen? Und vielleicht würde ich dann endlich wissen, ob das Mädchen noch lebte…

Am Tag der Einvernehmung lag ein letzter Zettel vor meiner Tür. Was wollten sie denn noch, ich hatte mich doch schon gestellt? Dieser Brief war aber nicht so, wie die anderen. Er war in blauer Tinte und Schreibschrift verfasst:
„Lieber Herr Nachbar! Ich muss mich herzlichst bei Ihnen entschuldigen, eben habe ich meine Söhne dabei erwischt, wie Sie einen weiteren „Erpresserbrief“ für Sie gebastelt haben. Ich hoffe, Sie haben diesen kindischen Scherz nicht allzu ernst genommen! Meine Söhne werden Sie jedenfalls nicht wieder belästigen. Vielen Dank für Ihr Verständnis, mit freundlichen Grüßen, Helga“

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#7 Alles was zählt

28. Januar 2010 at 18:49 (Kurzgeschichten, Kurzgeschichten - nachdenklich, Kurzgeschichten - Verschiedenes) (, , , , )

„Na Schatz, hast du schon Pläne, was wir heute in einer Woche machen werden?“, fragte sie ihn und strich ihm liebevoll mit den Fingern durch die Haare.
„Sagen wir so“, antwortete er, „ich habe auf alle Fälle schon Pläne, was ich heute in einer Woche machen werde. Es ist der erste Donnerstag im Monat, Liebling, also was wohl? Da ist Fußball-Abend mit den Jungs angesagt!“ Ihre Hand verkrallte sich für einen kurzen Moment in seinen Haaren, bevor sie sie ruckartig zurückzog, was ihm ein wehleidiges Stöhnen entlockte.

„Das ist jetzt nicht dein Ernst, oder?“, fragte sie mit einem gefährlichen Unterton in der Stimme.
„Warum sollte ich über ein ordentliches Fußball-Match mit meinen Freunden scherzen?“, tat er so, als sei er sich keiner Schuld bewusst.
„Ich glaubs einfach nicht!“ Sie knallte ihm die zusammengerollte Fernsehzeitung auf den Kopf, die sie in der Hand gehalten hatte. „Es ist unser zweiter Jahrestag, schon vergessen? Ich kann es nicht glauben, so wenig bin ich dir also wert, dass du dir nicht einmal das merken kannst…“ Zornesröte stieg in ihr Gesicht. „Vielen Dank auch.“
„Aber Mäuschen, das war doch nur ein dummer Scherz“, er versuchte, den Arm um sie zu legen und sie auf seinen Schoß zu ziehen, „natürlich weiß ich das.“ Er tippte ein paar Tasten auf seinem Handy. „Sieh mal, heute Mittag habe ich schon bei deinem Lieblingsrestaurant angerufen und einen Tisch bestellt.“ Er lächelte sie an.

Sie stieß seine versöhnliche Hand weg, die nach ihrer tastete. „So, du findest das also lustig, solche Witze zu machen“, fauchte sie ihn an, „vielleicht bist du nicht der Mann, für den ich dich gehalten habe.“ Sie packte unterdessen ihre Geldbörse und die Autoschlüssel in ihre Handtasche. „Weißt du was, ich gehe und weiß nicht, wann ich wieder komme. Und das ist kein Scherz!“ Sie knallte die Haustür hinter sich zu, so dass die Gläser in der Küchenvitrine klirrten.
Er fuhr sich mit der Hand übers Gesicht und dann durch die zerzausten Haare. Manchmal war es anstrengend, eine so emotionale Freundin zu haben. 

Sie ließ den Motor seines Autos an, ihre Hände zitterten vor Wut. Männer. Wann würden sie lernen, nachzudenken, bevor sie den Mund öffneten? Sie stieg aufs Gas.
Krachen. Der Knall eines platzenden Airbags. Brandgeruch.
Sie kämpfte sich aus dem Auto, aus dessen Motor schon erste Flammen züngelnd empor leckten. Sie war schnurstracks in einen riesigen Laster gefahren, der nun die Ausfahrt versperrte. Ein muskelbepackter junger Mann hielt sich mit schmerzverzerrtem Gesicht den Nacken und zeigte ihr den Vogel.

Jemand packte sie von hinten und zog sie hinter die niedrige Gartenmauer, drückte sie zu Boden, ehe das Auto mit einem weiteren Krachen vollends Feuer fing. Ihr Freund kauerte neben ihr und betrachtete sie besorgt.
„Liebling, was ist denn passiert?“, fragte er sanft und ohne Vorwurf, obwohl es sein ganzer Stolz auf vier Rädern war, der da vor sich hin brannte. Ihr Körper bebte vor Schluchzern, die aus ihr herausbrachen, Tränen liefen ihr über die Wangen und sie konnte nicht sprechen, nur den Kopf schütteln.
Er legte den Arm um sie und zog sie an sich. „Schhh, ganz ruhig, ich bin ja da. Du bist am Leben, wir sind zusammen und das ist alles was zählt.“

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